Kein Nordlicht aber ein rosa Himmel empfängt uns um 8 Uhr in Alta.
"In Alta, der größten Stadt der Provinz Finnmark, warten die Menschen vom 24. November bis zum 20. Januar auf den nächsten Sonnenaufgang. Die Lage am nördlichen Atlantik führt im Winter zu vielen klaren Nächten bei erträglichen Minustemperaturen. Auch deshalb gilt Alta als "Stadt des Nordlichts". Schon Ende des 19. Jahrhunderts wurde hier ein Observatorium zu seiner Erkundung gebaut. Die Stadt liegt auf 70 Grad Nord und damit weit über dem nördlichen Polarkreis. Die Gegend ist dafür bekannt, dass das Nordlicht hier besonders oft und gut zu sehen ist. "Wir werden um 15 Uhr wieder ablegen, vielleicht haben wir ja Glück und können Nordlichter sehen.
" Alta wurde Anfang des 18. Jahrhunderts gegründet und war vor allem im 19. Jahrhundert von großer Bedeutung, als am nahegelegenen Kåfjord eine Kupfermine errichtet wurde und zahlreiche Arbeitsplätze bot. Während des Zweiten Weltkriegs ist Alta beinahe vollkommen zerstört worden, weshalb die Gebäude, bis auf einige Kirchen, hauptsächlich aus der Zeit nach 1945 stammen"
Das besondere Ziel in Alta ist die
Nordlichtkathedrale /Nordlyskatedrale,
"Der Zauber der Nordlichter war die Inspiration für das modernes Herzstück von Alta: die evangelisch-lutherische Nordlichtkathedrale, fertiggestellt 2013.
Eine wellenförmige Spirale wie das tanzende Nordlicht, verkleidet mit Titan, in dem sich das Licht spiegeln kann."
Auch im Inneren greift das Gotteshaus diese Assoziationen auf: Lange weiße Lichtleisten erinnern an einen Vorhang aus Nordlicht, zu dem auch der gekreuzigte Jesus aufzuschauen scheint.
Es gibt einen ça. 7m hohen Innenturm mit einer Himmelsleiter
und Lichteinfall von oben, der zur stillen Besinnung einlädt.
Die Sonne kommt immer mehr heraus, was für eine Freude nach den letzten trüben Tagen.
Alta erscheint mir als hübsche, lebenswerte Stadt, da sie sich aber mit mehreren Centren weit erstreckt, ist sie für uns touristisch nicht so gut zu erfahren. Wir nutzen bald den Shuttle zurück zum Schiff.
Was für eine Aussicht!
Und das tatsächliche Spektakel bietet uns die Natur erst nach unserem gemütlichen Mittag im Whirlpool und beim Essen.
Der Sonnenuntergang beginnt langsam ab 13:30
Da leuchten schon die Lichter in den Straßen und Häusern.
So langsam gewöhnen wir uns daran, dass es um 3 Uhr dunkel ist und meinen nicht mehr, wir müssten jetzt zum Abendessen gehen. 😉
Um 15 Uhr gibt es einen Vortrag mit Verkostung über Shrimps aus dem Lyngefjord, den wir gleich durchqueren werden.
Dazu wird Champagner angeboten für 19 Euro das Glas. Das ist natürlich ein ganz besonderer Champagner, in der Arctic im Meerwasser gereift. Brauch ich nicht😜, wir bleiben einfach beim Prosecco inklusive und ab und zu gibt es mal Champagner... Immer wenn da eine geöffnete Flasche geleert werden muss. 🤭
Am frühen Abend schaukelt es dann mal wieder ordentlich, obwohl nicht so hohe Wellen sind. Wie schon auf der Fram, denke ich auch hier, dass die Hurtigruten - Kapitäne wegen 2 m Wellen die Stabilisatoren noch nicht ausfahren. Aber im Gegensatz zu großen Schiffen merkt man sie schon sehr. So ist die Reise mit Hurtigruten genau das Richtige für die Kreuzfahrer, die immer sagen: Es muss auch mal schaukeln, damit man merkt, dass man auf einem Schiff ist🙈. Wir brauchen das nicht unbedingt. 🤭
















Sehr schöne Bilder, vom schon sehr frühen Sonnenuntergang in Alta, aber so ist das halt im Winter, hoch im Norden. Ihr seit leider bei einer unruhigen Wetterlage vor Norwegen unterwegs, aber an das Schaukeln auf der MS Finnmarken, da solltet ihr doch jetzt schon dran gewöhnt sein, oder? Wir wünschen euch noch einige Tage ruhige See und bestes Wetter, auf der Rückfahrt in wieder länger hellere Regionen. LG von Gudrun & Manni
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