Dienstag, 4. November 2025

Rørvik

Das erste Foto, leider durch ein Regenfenster geschossen:

Wir fahren unter der  Nærøysund-Brücke her. Diese Hängebrücke erstreckt sich über 701 Meter durch die Meerenge Nærøysundet und verbindet die Inseln Marøya und Inner-Vikna mit einer Hauptspannweite von 325 Metern.

Rørvik, unser heutiges Ziel ist ein sehr interessanter Ort. Ursprünglich war es ein kleines, altes Fischerdorf, dessen Geschichte bereits kurz nach dem Abschmelzen des Eises in der Eiszeit beginnt
Auffallend gleich bei der Hafen Einfahrt die Gestaltung des Museums, das an die Oper Sydneys erinnert. 

Ich habe noch nirgendwo so eine Mischung von alten Häusern und moderner Architektur dicht an dicht wie hier erlebt. 





Ganz extrem finde ich ja die Kirche. 1897 wurde die alte Kirche fertiggestellt, aber sie brannte in der Neuzeit ab. 


Die neue in 2019 geweihte Kirche sieht so aus:


Das fand ich etwas grausig, aber von innen ist sie einfach nur schön! 





Wir kommen auch noch in den Genuss eines kleinen Orgelkonzertes. 










Toll finde ich das Museum Berggården, der als Handelsort vom Kaufmann Johann Berg begründet wurde und uns heute eine Vielfalt an alten Dingen zeigt, vom Angebot eines Kaufmannsladen über Wohnstuben bis zu allerlei Handwerk und Gewerbe. Richtig schön. 






Dieser Johann Berg muss für die Stadt Narvik und deren Wohlstand recht wichtig gewesen sein. 
Besonders spannend  anzusehen ist auch die Krankentrage und der Untersuchungsstuhl. 

Natürlich gibt es auch einen kleinen Klassenraum. 


Wir gehen auch noch in das Schiffsmuseum, wo unter alten Dachbalken alte Schiffe ausgestellt sind. 



 In der Geschichte der Hurtigruten Schiffe hat sich hier ein trauriges Geschehen abgespielt: 1962 kam die Sanct Svithun im Sturm von ihrem eigentlichen Kurs ab und lief  im Seegebiet der Folla, direkt vor Rørvik auf Grund und sank, wobei 41 Menschen ums Leben kamen. Auch das erste Schiff dieses Namens sank, allerdings im 2. Weltkrieg. Nach dieser Tragödie wurde der Namen nicht noch einmal vergeben.

Eine interessante Frauenfigur ist Sara Olsdatter, die zur damaligen Zeit um 1800 dickköpfig darauf bestand, als Frau zur See zu fahren und später auch als Lotsin zu arbeiten. Ihr Standbild haben wir allerdings nicht gesehen,

nur das Denkmal der Fischerswitwe

Rorvik ist klein und gehört nicht zu den berühmten Ausflugszielen, hat uns aber viel Freude bereitet. 


Am Nachmittag setzen wir unsere Fahrt weiter nach Norden durch den Vikna-Archipel fort, der aus insgesamt 6.000 Inseln, Inselchen und Riffen besteht. 


Um 15 Uhr passieren wir den Felsen mit dem Loch, den Torghatten. Dieser Felsen hat eine sehr schöne Legende



Im Verlauf des Abends werden wir den nördlichen Polarkreis überqueren. Alle sind gespannt wann, denn es gibt einen Wettbewerb, wer die richtige Uhrzeit schätzt. 

Und es gibt noch einen Grund zur Freude, Hurtigruten bietet was fürs Geld: seit heute ist Wasser im Pool. 


Ich hoffe, bis morgen ist es warm! 


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