Donnerstag, 13. November 2025

Auf See -- zurück Richtung Hamburg

 Heute ist Seetag auf dem Weg nach Hamburg und genügend Zeit auf die Reise zurück zu blicken.

Suiten und Zuzahl-Restaurant Rost:



Bevor ich hier Vergleiche anstelle, muss man noch wissen, dass unsere Grönland Expeditions Reise mit der Fram eine HX Expeditions Reise war und diese Reise mit der Finnmarken eine Signature Reise mit Hurtigruten das Original. Diese beiden Zweige des Unternehmens sind seit diesem Jahr völlig getrennt. Auch Treuepunkte gelten nur für das jeweilige Unternehmen.

                           Vortragssaal
             Es gibt Spiele, Bücher und Puzzle zum Ausleihen.. Hier wird meist gepuzzelt
    DECK 4 BUG 

Expeditionsteam:

Auf der Finnmarken sind das 6 Leute, die als Reiseleiter fungieren, jeden Abend zweimal einen Vortrag halten, mit Informationen zum nächsten Tag, zu Wind und Wellen, zu Land und Leuten und mit Musik und Fotos auch etwas Kultur näher bringen. Es gibt auch Vorträge über verschiedene Themen, Märchenvorlesestunde, Quizz. In der App steht immer das Tagesprogramm, dass allerdings öfter mal  Ungereimtheiten beinhaltet. Auch bei den Vorträgen wirken sie öfters unsicher, da diese wohl nicht immer vom Verfasser gehalten werden. Das alles wirkt so ein wenig pseudomäßig gegenüber der Fram. Dort waren 16 Menschen tätig, darunter Professoren und Wissenschaftler, bei denen man immer das Gefühl hatte, die wissen, über was sie reden. Und die Organisation wirkte immer perfekt.

Ich meine, Hurtigruten sollte das ganze Reiseleiter nennen, denn die Signature Tour ist keine wissenschaftliche Expedition sondern einfach eine Kreuzfahrt. Allerdings wäre da auch am Abend in der Lounge ab und zu etwas Musik schön. Dort läuft auf der großen Leinwand immer der selbe Film in Sachen Hurtigruten Eigenwerbung... Der nervt etwas.


Die Kabinen sind auf beiden Schiffen ähnlich oder gleich.

Essen: Klarer Punkt für die Fram! Das Essen auf der Finnmarken ist immer lecker, aber auf der Fram war es feiner und abwechslungsreicher. Besonders die Speisen auf dem Buffett waren appetitlicher angerichtet. Hier gehen wir seit 5 Tagen etwas lustlos zum Frühstück, denn es gibt immer das Gleiche. Das ist zwar eine große Auswahl, aber es wird langweilig.


               Die Explorer Lounge:





Service: Auf der Finnmarken arbeiten im Service überwiegend gestandene Norweger, die ihren Job ordentlich machen, die aber sich auch gerne mal laut über mehrere Tische hinweg unterhalten, die hinter meinem Rücken das Besteck lautstark in eine Kiste einsortieren u. Ä. Und ganz klar... Chef ist wichtiger als Gast. Mehrmals erlebt, dass man als Gast eben nichts bekommt, wenn gerade ein Gespräch mit dem Abteilungsleiter stattfindet. Das hab ich weder in der Gastronomie als auch im Altenheim so gelernt... Auf der Fram arbeiten im Service Philippinos, da brauch ich ja nichts weiter zu sagen. 😊





Schöner war es auch auf der Fram, das man beim Frühstück Kaffee und Wasser serviert bekommt, hier alles selber holen muss. Aber das ist ja leider in fast allen Hotels so. 

Im Hurtigrutenprinzip ist in der Lounge vorgesehen, dass wenig bedient wird, sondern sich die Gäste die Getränke selber holen. Auf der Fram wurde Abends teilweise bedient und zumindest nach der letzten Bestellung gefragt, hier stehen teils 4 Mann hinter dem Buffet und haben nichts zu tun, aber es wird nicht bedient. Allerdings ist die Fram ja kleiner und es war Abends nicht viel los. Hier ist die Bar jeden Abend voll, die Klientel ist natürlich eine ganz andere. Wir haben den Eindruck, es sind viele Gäste zum ersten Mal auf einem Schiff. Wir gehören hier auch wieder Altersmäßig ins Mittelfeld und nicht ins letzte Drittel wie auf der Fram

Toll fand ich auf der Finnmarken, dass auch im November der Pool befüllt wurde und dass sogar zweimal, da an einem Schaukelabend das Wasser abgelassen wurde. Das Meerwasser kostet ja nichts, aber das Aufheizen auf an die dreißig Grad... 

Ich hör jetzt auf mit Vergleichen. Die Wellen werden immer höher und es wird Zeit für ein paar Stunden im Bett🙈



Mit genügend Doping können wir am Abschieds-Dinner teilnehmen und essen noch mal vorzüglichen Kabeljau. Ich bin ganz stolz, denn es bleiben viele Tische leer, aber wir sind da! 😊Bei diesen beiden Kreuzfahrten habe ich gelernt, etwas besser mit den Schaukeltagen umzugehen,aber angenehm finde ich sie trotzdem nicht🙈

Während der Verabschiedung vom Kapitän in der Lounge legen sich die Wellen, wir haben das Schlimmste geschafft. 


Es war eine schöne Kreuzfahrt, aber vielleicht müssen wir doch nochmal im Sommer nach Norwegen. Und die Finnmarken schaukelt nicht soviel wie die Fram, aber dennoch hat uns die kleine Fram besser gefallen. 

Mittwoch, 12. November 2025

Bergen

 Umgeben von sieben Bergen und dem Meer ist Bergen, die ehemalige norwegische Hauptstadt, eine der malerischsten Städte Norwegens und außerdem die zweitgrößte. Wir waren damals mit der Deutschland hier und es war ein wunderbarer Frühlingstag im Mai. Wahrscheinlich zum Ausgleich dafür haben wir heute so richtiges Schietwetter. Da konnten wir mal testen, wie wasserdicht die roten Hurtigrutenjacken sind...Ja, sie sind absolut dicht, aber wir hatten ja unsere Regenhosen nicht an🙈🌧️🌧️🌧️


Trotz des Wetters sind wir natürlich in die Stadt gelaufen, ich hatte das Jul Huset als Ziel.

Ganz neu entdeckt haben wir diese wunderschöne Kirche. 









Dann haben wir noch den Herrn Ludvik Holberg getroffen, einen norwegischen Dichter

Und dann steht da auch noch König Haakon da rum. 




Ja, das war es. Ziemlich nass kehren wir zum Schiff zurück, Udo genießt den whirlpool, schwimmen geht nicht mehr, das Wasser ist schon abgelassen. Also genieße ich ein letztes Mal die schöne große Dusche im Wellnessbereich, dann gehen wir nochmal im Aaran essen. Aaran ist das Bistro an Bord, in dem es von 12 bis 21 Uhr kleine und größere Speisen ohne Zuzahlung gibt. Der Witz an der Sache ist, dass man da sehr ruhig und gemütlich sitzen kann und die Kellner dort den besten Service vom ganzen Schiff bieten. Gekocht wird am Grill direkt im Restaurant. Es gibt aber nur eine kleine Karte und die bleibt immer gleich, sonst würden wir dort jeden Tag essen. Heute genießen wir wieder köstliche Renntierteaks. Hier gibt es auch Steaks aber mit heftiger Zuzahlung je 100 g. 
Anschließend bereiten wir uns, während eines netten Gespräches mit Leuten, die wir leider vorher noch nie gesehen haben, auf die wahrscheinlich schaukelige Weiterfahrt Richtung Hamburg vor. 🥂🍷🍸🍾






 


Dienstag, 11. November 2025

Åndalsnes

Wir fahren morgens durch den 90 km langen Romsdalfjord. An dessen Ende ist der Isfjord und dort liegt die Stadt Åndalsnes umgeben von hohen Bergen. Leider ist es nur die letzte halbe Stunde hell genug, die dramatische Landschaft zu erkennen. 





 Die Stadt ist zum beliebtesten Ziel in Norwegen für Wanderer, Kletterer und Skifahrer geworden. Die Trollwand (Trollveggen), eine 1.000 Meter hohe senkrechte Felswand im Romsdal-Tal, zieht ebenfalls Adrenalin-Junkies aus aller Welt an. Und wer sich (noch) nicht traut, in den Bergen zu hiken, kann dies hier unten in der Kletterhalle üben. 😉

Unser Tagesprogramm ist kurz. Meine Planung war eine Fahrt mit dem  goldenen Zug, aber dieser fährt leider wegen Arbeiten auf der Strecke nicht. 

Also bleibt nur die Romsdal-Gondel, meine Lieblingsübung🙈 In 7 Minuten überwindet die Seilbahn die 700 m. 


Oben angekommen gibt es fantastische Ausblicke. 





Man kann auch noch weiter und höher laufen, ich habe aber die Grenzen meiner Höhenangst erreicht. 







Man kann natürlich auch den Berg hinauf oder hinunterlaufen, überall gibt es Pfade und wenig Vertrauen erweckende Stufen.



Wir fahren lieber wieder mit der Gondel runter! 


Unser Schiffchen sieht ganz schön klein aus. 


Wir kommen langsam zu der Erkenntnis, dass diese Novemberfahrt doch nicht die allerbeste Idee ist. Es ist einfach zu viel Zeit dunkel, und man kann unterwegs zu wenig sehen. Vielleicht müssen wir einen Teil der Tour gelegentlich im Sommer wiederholen. 

Eine Schiffsbegegnung ist immer wieder spannend

Auf See -- zurück Richtung Hamburg

 Heute ist Seetag auf dem Weg nach Hamburg und genügend Zeit auf die Reise zurück zu blicken. Suiten und Zuzahl-Restaurant Rost: Bevor ich h...